3. Rechtliche Grundlagen
Der Heilpraktiker, der Geistheiler |
14. Und was ist mit der Schulmedizin?
Die meisten Ärzte behandeln mit schulmedizinischen Methoden, die frei von einer kosmischen, energetischen und geistartigen Wirkungsweise sind. Der Wirkungsweg ist meist wissenschaftlich belegt und frei von einer esoterischen Weltanschauung. Einige Ärzte behandeln auch mit Naturheilverfahren, gerade auch mit der Homöopathie. Diese Verfahren werden in der Schulmedizin als Komplementärmedizin bezeichnet und wurden schon ausführlich in diesem Buch beschrieben und bewertet. Es gelten die gleichen Bewertungen, auch wenn sie von einem Arzt praktiziert werden. Die meisten Ärzte vertreten eher eine wissenschaftliche Weltanschauung, nur wenige arbeiten auf der Grundlage von kosmisch-spirituellen Kräften. Ich habe aber den Eindruck, dass sich auch hier, unter dem „Deckmantel“ der Komplementärmedizin, mehr und mehr esoterisch-energetische Ansichten verbreiten. Die esoterische Weltanschauung wird auch in der Schulmedizin mehr und mehr salonfähig, gerade unter jüngeren Ärzten.
Die Schulmedizin ist aber nicht frei von einer Weltanschauung. Sie baut auf den Lehren der Wissenschaft auf und vertritt die Evolutionstheorie. Nach dieser Ansicht ist der Mensch ein Zufallsprodukt der Evolution, alles Leben begann mit einer Zelle. Der Schöpfergott der Bibel spielt für die meisten Ärzte keine Rolle.
Die schulmedizinischen Verfahren bergen zwar keine Gefahr, dass sie direkt mit spirituellen Heilverfahren in Berührung kommen, doch schwingt auch hier eine Weltanschauung mit. Die Wissenschaft scheint das Maß der Dinge zu sein. Es scheint, als ob der Wissenschaft bald alles möglich sei. Es scheint so, als ob bald alle Krankheiten heilbar wären. Die Wissenschaft macht gewaltige Fortschritte, viele Erkrankungen an denen die Menschen noch vor fünfzig Jahren starben sind heute heilbar. Der Gencode des Menschen ist entschlüsselt. Die Wissenschaft wird übermütig, der Mensch spielt Gott (Klonen, Genmanipulation) und will sein wie Gott. Das ewige Leben scheint wissenschaftlich erreichbar zu sein.
Auch hier begegnet uns das gleiche Ziel, das auch die Esoterik hat, nämlich dass der Mensch wie Gott sein will.
Die Esoteriker versuchen dieses Ziel auf kosmischen – spirituellen Weg zu erreichen, die Wissenschaft versucht dies auf wissenschaftlichem Wege zu erreichen. Das begegnet uns, wie schon im Vorwort beschrieben, in der Bibel gleich zu Anfang der Menschheitsgeschichte. Im ersten Buch Mose, im dritten Kapitel, wird vom Sündenfall der ersten Menschen (Adam und Eva) erzählt. Sie wollten sein wie Gott und das wurde ihnen und der gesamten Menschheit zum Verhängnis. Das ist die Ursünde der Menschheit überhaupt, die sich durch die ganze Geschichte zieht. Die Menschen leiden unter Größenwahn, dem Schöpfergott wird nicht die Ehre gegeben und das wird uns zum Verhängnis.
Bewertung der Schulmedizin aus christlicher Sicht
Die Bewertungen und Ansichten entspringen ausschließlich meiner persönlichen Meinung und meinem christlichen Glauben, so wie ich die Bibel und den christlichen Glauben verstanden habe.
Es ist gegen die schulmedizinischen Methoden aus christlicher Sicht erstmal nichts einzuwenden. Eine direkte Gefahr mit spirituellen Kräften in Kontakt zu kommen besteht nicht, außer, was selten mal vorkommt, der behandelnde Arzt vertritt solche Auffassungen.
Behandelt der Arzt mit naturheilkundlichen Methoden (Komplementärmedizin), so gelten die Beurteilungen der einzelnen Methoden wie ich sie an anderer Stelle in meiner Homepage beschrieben habe.
Doch birgt die Schulmedizin die Gefahr, dass man sich zu sehr auf sie verlässt. Man hat Gott anscheinend nicht mehr nötig. Die Wissenschaft kann viel und meint bald alles zu können.
Mir persönlich wurde dies einmal schmerzhaft bewusst. Unser Sohn erkrankte an einer sehr seltenen Nierenerkrankung, die meistens unter der Gabe des schulmedizinischen Wirkstoffes Cortison abheilt. Bei unserem Sohn war das nicht so, ihm half das Cortison nicht. Die behandelnden Ärzte sagten uns, dass es nun nur noch eine Möglichkeit eines Medikamentes gibt. Die Chance, dass dieses Medikament hilft ist 50:50. Wenn es nicht hilft, wird unser Sohn für den Rest seines Lebens dialysepflichtig sein, ohne Aussicht einmal eine Spenderniere zu bekommen. Ich behandelte meinen Sohn zusätzlich mit naturheilkundlichen Methoden und wir besuchten die besten Speziallisten. Doch nichts half. Wir Eltern bekamen mehr und mehr Angst und wir merkten wie sehr wir uns, trotz aller Gebete und trotz unseres anscheinenden Gottvertrauens, auf die Schulmedizin (auch auf die Naturheilkunde) verlassen hatten. Wir bemerkten, dass wir Gott nicht wirklich ganz vertrauten. Wir mussten feststellen, dass wir uns unbewusst doch zu sehr auf die moderne, hochwirksame Medizin verließen und zu wenig Gott vertrauten. Wir bekannten dies unserem Herrn Jesus und baten ihn um Vergebung und vertrauten unseren Sohn ganz Jesus Christus an. Nach zwei Monaten intensiven Betens trat eine Besserung der Krankheit ein.
Das wurde mir als Christ zu einem Lehrstück zum Thema Vertrauen. Ich musste feststellen, dass ich mich, auch als Christ, zu sehr an unsere moderne, hoch technisierte Lebensführung gewöhnt hatte, die anscheinend alle unsere Probleme lösen kann.
Weitere Anmerkungen zur Schulmedizin
Manche Christen lehnen einige Behandlungsmethoden ab, weil sie einer Philosophie entspringen, die der Weltanschauung des christlichen Glaubens widerspricht. Eigenartigerweise wird diese Bewertungsgrundlage nur für Naturheilverfahren angewendet, nicht für die Schulmedizin. Konsequenterweise angewandt müsste dieses Bewertungsverfahren auch zur Ablehnung der Schulmedizin führen, weil auch sie einer Weltanschauung entspringt und diese auch immer noch vertritt, die mit der christlichen Weltanschauung nur schlecht vereinbar ist.
Die Schulmedizin entstammt der Volksheilkunde, die sehr von heidnischem Götterglaube und magischem Denken bestimmt war. Als ein „Vater“ der Schulmedizin gilt der griechische Arzt Hippokrates (geboren 460 vor Christus). Er war als „Kind seiner Zeit“ der griechischen Götterwelt sehr verbunden. Der griechische Gott der Heilkunde hieß damals Äskulap. Noch heute ist der Stab des Äskulap (Stab mit Schlange) das Symbol der Schulmedizin. In der heutigen Zeit müssen Ärzte bei ihrer Vereidigung, den Eid des Hippokrates schwören. Ein Ritual, das uns Christen verboten ist (Jakobus 5,12). Auch baut die Schulmedizin auf den Lehren der Evolutionstheorie und der Wissenschaft auf. So soll der Mensch vom Affen abstammen. Der Mensch ist ein Zufallsprodukt der Evolution, so die Wissenschaft. Rückenschmerzen gibt es nur, weil der Mensch vom Vierbeiner zum Zweibeiner (aufrechter Gang) mutiert ist und dadurch die Wirbelsäule stärker belastet wird. Für die Wissenschaft ist der Mensch das Maß der Dinge und nicht Gott.
Doch dürfen wir, meiner Meinung nach, als Christen die Schulmedizin dankend annehmen, da keine direkte spirituelle Belastung droht. Doch sollen wir Gott die Ehre geben, er ist es der die Heilung schenkt, so wie ich es in dem Kapitel „Überlegungen zu einer christlichen (Natur-) Heilkunde“ beschrieben habe. Das Gleiche gilt auch für die naturheilkundlichen Verfahren, die aus christlicher Sicht für in Ordnung bewertet worden sind.
Die Bewertungen und Ansichten entspringen ausschließlich meiner persönlichen Meinung und meinem christlichen Glauben, so wie ich die Bibel und den christlichen Glauben verstanden habe. |