3. Rechtliche Grundlagen
Der Heilpraktiker, der Geistheiler |
Methoden mit den Anfangsbuchstaben „I-K“
Informationsmedizin
Siehe unter Energiemedizin – Informationsmedizin
Irisdiagnostik
Krankheiten sollen aus der Sicht der Irisdiagnostik zu Veränderungen an der Regenbogenhaut (Iris) führen. Durch das Begutachten der Iris nach Aussehen, Farbe und Veränderungen wollen naturheilkundliche Behandler Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand ziehen. Dass der Mensch nochmals, im verkleinerten Maßstab, in einem Körperteil repräsentiert ist, begegnet uns in der Naturheilkunde bei der Fußreflexzonenmassage und der Ohrakupunktur.
Wie viele andere alte naturheilkundliche Diagnose- und Therapiemethoden entstammt die Irisdiagnostik auch magischen und esoterischen Vorstellungen. Veränderungen an den Augen und Pupillenanomalien galten im Mittelalter als Teufelsmale. Auch dachte man, dass durch einen „bösen Blick“ Krankheiten übertragen werden können. In vielen Religionen und Kulturen wurde das Auge als Fenster zur Seele gesehen. Die Iris wurde auch als Miniaturbild des Sternenhimmels gesehen und wurde daher auch zur Wahrsagerei angewendet.
- Bewertung aus christlich-biblischer Sicht
Die Bewertungen und Ansichten entspringen ausschließlich meiner persönlichen Meinung und meinem christlichen Glauben, so wie ich die Bibel und den christlichen Glauben verstanden habe.
Bitte lesen Sie zusätzlich zur Bewertung auch unter Kapitel 8 „Grundsätzliches zur Bewertung aus biblischer Sicht“ nach.
Löst man die Irisdiagnose aus ihren magischen und esoterischen Vorstellungen heraus und betrachtet sie als Körperteil in dem sich Krankheiten durch Veränderungen der Farbe und des Aussehens niederschlagen, dann ist die Irisdiagnostik aus christlicher Sicht in Ordnung.
Doch oft fließt esoterisches und magisches Gedankengut in die Irisdiagnostik mit ein. Dann ist die Irisdiagnostik abzulehnen. Erst recht wenn sie zur Wahrsagerei verwendet wird. Eine weitere Gefahr könnte darin bestehen, dass falsche Diagnosen gestellt werden und der Betroffene zu falschem Handeln bewegt wird. Die Interpretation der Iris schwankt von Therapeut zu Therapeut sehr und ist mit einer hohen Fehlerquote behaftet.
Kinesiologie
Die Kinesiologie ist ein Diagnose- und Therapieverfahren und geht davon aus, dass die Muskulatur in Verbindung mit den Meridianen (Erklärung siehe unter „Meridiantherapie), dem emotionalen Befinden (Psyche) und den inneren Organen steht. So sollen Krankheiten, Stress und andere emotionale Zustände sich auf den Energiefluss der Meridiane auswirken. Dadurch wiederum soll eine Auswirkung auf die Energieversorgung der Muskeln und damit ihrer momentanen Stärke erfolgen. Sie wurde von dem amerikanischen Chiropraktiker George Goodheart in den 1960er-Jahren begründet.
Bei der kinesiologischen Diagnostik, den Muskeltests, werden viele verschiedene Muskeln auf ihre Kraft getestet. Hält der jeweilige Muskel dem Widerstandstest des Therapeuten stand, so gilt er als stark und somit gilt auch das zugehörige Organ und der zugehörige Meridian als gesund. Wird der getestete Muskel als schwach bewertet, so geht der kinesiologische Therapeut davon aus, dass mit der Energieversorgung des Muskels etwas nicht stimmt und eventuell der Energiefluss des zugehörigen Meridians oder das zugehörige Organ nicht in Ordnung sind. Auch kann dies seelische, emotionale Ursachen haben. Zur Korrektur eines schwachen Muskels werden Zonen am Körper massiert, die mit dem Muskel in Verbindung stehen sollen. So z. B. „neurolymphatische Punkte“ oder „neurovaskuläre Punkte“. Danach wird der als schwach getestete Muskel noch mal geprüft. Ist er immer noch zu schwach, wird der zugehörige Meridian ausgestrichen oder der Ursprung und Ansatz des Muskels massiert, solange bis der Muskel als stark getestet wird.
Das Ziel der kinesiologischen Behandlung ist, dass alle Muskeln am Ende der Behandlung als stark getestet werden. Sind alle Muskeln stark, so ist der Körper im Gleichgewicht und somit gesund.
Mithilfe der Kinesiologie werden auch Nahrungsmittel auf ihre Verträglichkeit hin überprüft. Bei der Austestung liegt der Patient meistens und das entsprechende Nahrungsmittel wird ihm auf das Brustbein in Höhe der Thymusdrüse gelegt. Danach erfolgt am Arm ein Muskeltest. Lässt sich der ausgestreckte Arm des Patienten wegdrücken, so gilt das Nahrungsmittel als nicht geeignet für den Betroffenen. Lässt sich der Arm nicht wegdrücken, so gilt das Nahrungsmittel als geeignet.
Bei der Suche nach dem richtigen Medikament werden Patienten auch mithilfe der Kinesiologie ausgetestet, dabei wird dem Patienten ein Medikamentenfläschchen in die Hand gegeben und dann auch ein Muskeltest durchgeführt. Hält der Muskel stand, gilt das Medikament für den Patienten als das Richtige. Hält der Muskel nicht stand, werden verschieden Medikamente solange durchgetestet, bis bei einem Medikament der Widerstandstest positiv ausfällt.
- Bewertung aus christlich-biblischer Sicht
Die Bewertungen und Ansichten entspringen ausschließlich meiner persönlichen Meinung und meinem christlichen Glauben, so wie ich die Bibel und den christlichen Glauben verstanden habe.
Bitte lesen Sie zusätzlich zur Bewertung auch unter Kapitel 8 „Grundsätzliches zur Bewertung aus biblischer Sicht“ nach.
Die Kinesiologie fußt auf den Lehren der Meridiantherapie (siehe unter Meridiantherapie). Meridiane sollen Bahnen sein auf denen die Lebensenergie Chi oder Qi fließt. Sie ist deshalb aus christlicher Sicht abzulehnen.
Die kinesiologische Austestung ist auch abzulehnen, weil dabei ein Medium (Patient) befragt wird. Das ist Wahrsagerei. In der Bibel warnt uns Gott vor Wahrsagerei, Zeichendeuterei, Hellseherei, geheime Künste, Bannungen und die Toten zu befragen (3.Mose 19,26, 5.Mose18,10-14). Diese Informationen, die man bei der Austestung erhält, sind spiritueller Natur. Der Patient und der Behandler begeben sich dabei in Empfängnisbereitschaft für spirituelle Informationen. Man begibt sich dabei auf eine spirituelle Ebene.
Kirlianfotografie
Die Kirlianfotografie ist ein diagnostisches Verfahren, bei der die Aura des fotografierten Körperteils sichtbar gemacht werden soll. Das Ehepaar Valentina und Semyon Kirlian entwickelte in den 1930er und 1940er-Jahren eine Methode der Fotografie, bei der die fotografierten Objekte einen Strahlenkranz aufweisen. Einige Wissenschaftler werteten den Strahlenkranz als eine Art „Bioenergie der Lebensausstrahlung“ oder „energetisches Kraftfeld“. Sie gingen davon aus, dass Menschen eine „universelle Lebensenergie“ in sich tragen und diese auch nach außen abstrahlt. Man versuchte auch mögliche Krankheiten am Strahlenkranz erkennen zu können und ob durchgeführte Therapien zu einer Veränderung des Strahlenkranzes führen.
Doch der Strahlenkranz fußt auf technischen und physikalischen Effekten und hat mit einer Aura nichts zu tun.
Auch heute noch wird, in naturheilkundlich-esoterischen Kreisen, die Kirlianfotografie als diagnostisches Verfahren angewandt. Gerade in esoterischen Kreisen geht man noch von einer Aura als Ausstrahlung der universellen Lebensenergie aus.
- Bewertung aus christlich-biblischer Sicht
Die Bewertungen und Ansichten entspringen ausschließlich meiner persönlichen Meinung und meinem christlichen Glauben, so wie ich die Bibel und den christlichen Glauben verstanden habe.
Bitte lesen Sie zusätzlich zur Bewertung auch unter Kapitel 8 „Grundsätzliches zur Bewertung aus biblischer Sicht“ nach.
Die Kirlianfotografie ist wissenschaftlich widerlegt. Die anscheinende „Aura“ fußt auf technischen und physikalischen Effekten. Die Methode ist eindeutig esoterisch und magisch unterlegt und daher aus christlicher Sicht abzulehnen.
Kneipptherapie
Die Kneipptherapie ist nach dem Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1891) benannt. Kneipp erkrankte als Theologiestudent an der Tuberkulose. Das Theologiestudium war gefährdet. Er bekam ein Buch der beiden schlesischen Ärzte, Sigmund Hahn und dessen Sohn der auch Sigmund hieß (diese waren als die „Wasserhähne“ bekannt), in die Hände. Die Wasserhähne praktizierten schon 100 Jahre zuvor mit Wasserbehandlungen. Kneipp probierte an sich einige Wasserbehandlungen wie z. B. Tauchbäder in der Donau aus. Später auch mit Wassergüssen aus der Gießkanne. Seine Lungenerkrankung heilte vollständig aus.
Doch liegen die Wurzeln der Therapie mit Wasser in der Antike, schon da wurden differenzierte Wasserbehandlungen durchgeführt. Die Therapie mit Wasser wird auch als Hydrotherapie bezeichnet.
Die Wirksamkeit der Hydrotherapie gilt als belegt. So kann es durch Wasseranwendungen wie z. B. warme oder kalte (Teil-)Güsse, Blitzgüsse, Tauchbäder (warm oder kalt) und Wechselbäder zu folgenden Wirkungen kommen: Anregung von Immunsystem und Hormonproduktion, Stoffwechselsteigerung, Blutdrucksenkung, Durchblutungsförderung (arteriell und venös), Abschwellung, Schmerzreduktion, Muskelentspannung, seelische Entspannung, Wohlbefinden.
Kneipp probierte weiterhin Wasseranwendungen an sich aus und entwickelte ein eigenes Behandlungskonzept, das auf fünf Säulen fußt: Wasseranwendungen, Bewegungsübungen, pflanzliche Mittel, Ordnungs- und Ernährungstherapie.
Später praktizierte Kneipp in Bad Wörishofen und führte dort Kneippkuren durch und hielt Sprechstunden ab. Sein Buch „Meine Wasserkur“ wurde ein Bestseller.
- Bewertung aus christlich-biblischer Sicht
Die Bewertungen und Ansichten entspringen ausschließlich meiner persönlichen Meinung und meinem christlichen Glauben, so wie ich die Bibel und den christlichen Glauben verstanden habe.
Bitte lesen Sie zusätzlich zur Bewertung auch unter Kapitel 8 „Grundsätzliches zur Bewertung aus biblischer Sicht“ nach.
Die Methode ist aus christlich-biblischer Sicht in Ordnung.
Kolonhydrotherapie
Bei der Kolonhydrotherapie wird mittels eines speziellen Gerätes der Dickdarm mit Wasser durchspült. So sollen Stoffwechselgifte, Schlacken, Stoffwechselrückstände, Gifte und Fäulnisabfälle aus dem Darm entfernt werden.
Dem liegt die Annahme zugrunde, dass all die genannten Rückstände im Darm zu einer Vergiftung des gesamten Organismus führen können, wenn diese nicht aus dem Darm entfernt werden. Eine Vergiftung des Organismus aus dem Darm soll ursächlich für viele Erkrankungen wie z. B. Depressionen, chronisches Erschöpfungssyndrom, Arthrose, Ischias, Herz-Kreislauferkrankungen, Rheuma, Allergien, Immunschwäche und andere sein.
Eine ältere Bezeichnung für die Kolonhydrotherapie ist das subaquale Darmbad (Sudabad), bei der der Patient während der Darmspülung in einer Badewanne mit warmem Wasser sitzt. Das warme Wasser soll den Bauch und den Darm entspannen.
- Bewertung aus christlich-biblischer Sicht
Die Bewertungen und Ansichten entspringen ausschließlich meiner persönlichen Meinung und meinem christlichen Glauben, so wie ich die Bibel und den christlichen Glauben verstanden habe.
Bitte lesen Sie zusätzlich zur Bewertung auch unter Kapitel 8 „Grundsätzliches zur Bewertung aus biblischer Sicht“ nach.
Die Methode ist aus christlich-biblischer Sicht in Ordnung.
Kraniosakrale Therapie (Kraniosakraltherapie, Craniosacral Therapie)
Siehe unter Osteopathie
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