3. Rechtliche Grundlagen
Der Heilpraktiker, der Geistheiler |
13. Überlegungen zu einer christlichen (Natur-)Heilkunde
Krankheit gehört zu unserem Leben. Mit dem Sündenfall kamen Krankheit und Leid in unser Leben. Wir leben in einer gefallenen Welt. Durch den Sündenfall hat der Teufel Anrechte an der Schöpfung bekommen und will sie vollends verderben.
Gott hat durch seine Propheten, durch die Heilige Schrift (Bibel) und durch Jesus selbst gezeigt, wie unser Leben in dieser Welt gelingen kann und wie wir mit den Folgen des Sündenfalls (z. B. Krankheit) zurechtkommen können, bis Jesus wiederkommt und die Kinder Gottes zu sich holt.
So sind z. B. die Zehn Gebote eine Richtschnur, wie unser Leben hier gelingen kann. Im dritten Buch Mose werden Hygienevorschriften genannt um Krankheiten vorzubeugen. In Jakobus 5, ab Vers 13 werden Christen dazu angehalten in Zeiten von Krankheit für sich zu beten und auch die Leiter der Gemeinde (Älteste) zu sich zu rufen und für sich beten zu lassen. Auch sollen persönliche Verfehlungen (Sünden) bekannt werden.
In Matthäus 10,8 fordert Jesus sein Jünger auf, Kranke gesund zu machen.
So gibt es noch viele Stellen in der Bibel, bei denen es um den Umgang mit Krankheit geht. Jesus selbst heilte viele Kranke.
Einen Text aus dem Buch Sirach, will ich besonders erwähnen, weil für mich darin viel zum Ausdruck kommt, was eine christliche (Natur-)Heilkunde ausmacht. Ich zitiere den Text aus Sirach38 die Verse 1-15.
1Ehre den Arzt mit gebührender Verehrung, damit du ihn hast, wenn du ihn brauchst; 2 denn der Herr (Gott) hat ihn geschaffen, und die Heilung kommt von dem Höchsten, und Könige ehren ihn mit Geschenken. 3 Die Kunst des Arztes erhöht ihn und macht ihn groß bei Fürsten und Herren. 4 Der Herr lässt die Arznei aus der Erde wachsen, und ein Vernünftiger verachtet sie nicht. 5 Wurde nicht das bittere Wasser süß durch Holz, damit man seine Kraft erkennen sollte? 6 Und er (Gott) hat solche Kunst den Menschen gegeben, um sich herrlich zu erweisen durch seine wunderbaren Mittel. 7 Damit heilt er und vertreibt die Schmerzen, und der Apotheker macht Arznei daraus, 8 damit Gottes Werke kein Ende nehmen und es Heilung durch ihn auf Erden gibt. 9 Mein Kind, wenn du krank bist, so missachte dies nicht; sondern bitte den Herrn, dann wird er dich gesund machen. 10 Lass ab von der Sünde und handle rechtschaffen und reinige dein Herz von aller Missetat. 11 Opfre lieblichen Geruch und feinstes Mehl zum Gedenkopfer, und gib ein fettes Opfer, als müsstest du sterben. 12 Danach lass den Arzt zu dir, denn der Herr hat ihn geschaffen; und weise ihn nicht von dir, denn du brauchst auch ihn. 13 Es kann die Stunde kommen, in der dem Kranken allein durch die Hand der Ärzte geholfen wird; 14 denn auch sie werden den Herrn bitten, dass er’s ihnen gelingen lässt, damit es sich mit ihm bessert und er gesund wird und wieder für sich sorgen kann. 15 Wer vor seinem Schöpfer sündigt, der soll dem Arzt in die Hände fallen!
Der Arzt, so geht es aus Vers 2 hervor, wurde von Gott geschaffen. Er handelt im Auftrag und in der Abhängigkeit Gottes. Gott schenkt durch die Behandlungskunst des Arztes (oder in der heutigen Zeit durch verschiedene andere Therapeuten) Heilung. Zur alttestamentlichen Zeit gab es nur den Arzt und den Apotheker. Vertreter anderer Heilberufe, wie Heilpraktiker oder Physiotherapeuten gab es damals noch nicht. Für diese gelten, auf die heutige Zeit bezogen, diese Verse meiner Meinung nach auch. Die Heilung kommt immer von Gott (Verse 2, 8 und 9). Gott lässt Pflanzen wachsen, die zu Medikamenten verarbeitet werden können (Verse 4 und 7). An der Wirkung der Medikamente und anderer Heilmittel soll man Gottes Kraft erkennen (Vers 5). Gott hat Menschen begabt, als Ärzte und Therapeuten, die Heilkunde auszuüben Gott soll dadurch verherrlicht werden (Vers 6). Ärzte und Therapeuten nutzen und entwickeln „wunderbare Mittel“, von denen es in unserer Zeit viele in Form von Heilmitteln und Heilbehandlungen gibt. Gott soll dadurch geehrt werden (Vers 6).
Mit den „wunderbaren Mitteln“ (auf die heutige Zeit bezogen sind auch Heilmittel und Heilbehandlungen gemeint) heilt Gott und vertreibt Schmerzen (Vers 7). Erkrankte sollen diese von Gott geschaffenen Heilmittel und Heilbehandlungen nicht verachten und Gott um Heilung bitten. Auch sollen sie persönliche Verfehlungen (Sünde) vor Gott bekennen und ihr Verhalten ändern (Verse 9-11). Ärzte und auf die heutige Zeit bezogen, auch andere Vertreter von Heilberufen, sind von Gott geschaffen, um kranken Menschen zu helfen. Sie tragen viel Verantwortung für ihr Tun (es kann um Leben und Tod gehen), auch sie müssen Gott um Weisheit und Führung für ihre wichtige Arbeit bitten.
Krankheit kann auch ihre Ursache in einer Lebensverfehlung (Sünde) haben, deshalb sollen Kranke vor Gott kommen und ihn um Heilung bitten. Auch sollen sie ihre Sünden bekennen und sich neu unter Gottes Führung stellen. Wer dies nicht tut, wird dem Arzt in die Hände fallen (Verse 9-11 und 15).
Aus meiner Erfahrung als Therapeut weiß ich, dass Zeiten der Krankheit und des Leidens dazu führen können, sich neu zu hinterfragen und sein Leben neu auszurichten. Krankheit und Leiden können eine Fokussierung des Betroffenen auf das Wesentliche im Leben bewirken.
Was ist eigentlich wirklich wichtig für mein Leben? Wozu lebe ich überhaupt? Warum trifft es gerade mich? Warum lässt Gott das zu? Stimmt meine Lebensplanung überhaupt noch? Das sind Fragen, die sich manche Betroffene stellen. Manchmal müssen wir krank werden, damit wir wieder bereit sind innezuhalten und uns auf das Wesentliche, nämlich auf Gott, zu konzentrieren.
Die christliche Heilkunde ist für mich die einzige wahrhaft ganzheitliche Heilkunde. Sie betrachtet den Erkrankten in einer Einheit von Körper, Seele und Geist und behandelt auch ganzheitlich. Sie ist immer auf Gott ausgerichtet, der die Heilung schenkt.
Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat; der dir alle deine Sünden vergibt und heilet alle deine Gebrechen, …….. (Psalm 103,1-3).
Darum ist es mir so wichtig, kranke Menschen mit der richtigen „Energie“ zu versorgen, nämlich mit Gott selbst und nicht mit einer nutzlosen kosmischen Kraft oder einer Bioenergie. Diese können nicht heilen und auch nicht die gestörte Schöpfungsordnung wiederherstellen.
Mit den Methoden der Energie- und Informationsmedizin will uns der Teufel, mittels kosmischer Kräfte, Bioenergien, Schwingungen und anderer energetischen Behandlungsmethoden, billige nutzlose Alternativen anbieten, die einen Schein von Ganzheitlichkeit und Vollkommenheit haben und unsere Suche nach Gott und seinem Heil befriedigen sollen. Hier hat sich der Teufel als Engel des Lichts (2.Korinther 11,14) verkleidet.
Wer sich aber in seiner Krankheit an Jesus, den Sohn Gottes wendet und sich von ihm Hilfe erbittet, wird mehr als nur gesund werden erleben, sondern er wird auch ein Stück Heilung erfahren. Das ist für mich Ganzheitlichkeit, das neben dem gesund werden auch die Beziehung zu Gott wiederhergestellt oder vertieft wird. Geschieht dies, so hat der Betroffene Heilung erfahren. |